Unsere Kriminalstatistik 2025

23. April 2026

Unsere Kriminalstatistik

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt auf den ersten Blick einen Rückgang der Gesamtkriminalität um rund –5,6 % (bereinigt etwa –4,4 %). Wer daraus Entwarnung ableitet, greift jedoch zu kurz. Die Struktur der Kriminalität verschiebt sich deutlich: Während die Masse sinkt, bleiben Gewaltdelikte nur leicht rückläufig (–2,3 %), gleichzeitig steigen besonders relevante Bereiche wie schwere Sexualdelikte (+8,5 %) und Tötungsdelikte (+6,5 %). Parallel nimmt die Beteiligung junger Täter weiter zu (+3,3 % bei Kindern).

Besonders kritisch ist die Entwicklung bei der Eigentumskriminalität. Die Einbruchzahlen, die in den Vorjahren rückläufig waren, zeigen wieder eine spürbare Aufwärtsbewegung – vor allem im gewerblichen Bereich. Gleichzeitig gehen klassische Kontrolldelikte wie Rauschgiftdelikte (–27,7 %) stark zurück, was den Gesamtrückgang statistisch verstärkt, aber nichts an der realen Gefährdungslage für Unternehmen ändert. Täter agieren heute gezielter, schneller und häufig organisiert. Einbruch ist kein Zufall mehr, sondern eine kalkulierte Entscheidung für das vermeintlich schwächste Objekt.

Auch in Schleswig-Holstein bestätigt sich dieser Trend. Insgesamt stabile bis leicht rückläufige Zahlen stehen einer Zunahme bei Einbrüchen und Diebstählen im gewerblichen Umfeld gegenüber. Auffällig sind insbesondere Serientaten und mobile Tätergruppen, die gezielt schlecht gesicherte Objekte in Randlagen und Industriegebieten auswählen. Die Belastung verlagert sich damit weg von der Masse hin zu gezielten, wirtschaftlich relevanten Delikten.

In Lübeck zeigt sich diese Entwicklung sehr konkret: Einbrüche in Gewerbeeinheiten und Diebstähle außerhalb der Geschäftszeiten nehmen spürbar zu. Täter nutzen systematisch fehlende Präsenz, Dunkelheit und unzureichende Sicherungskonzepte. Für viele Objekte gilt aus Tätersicht weiterhin: leicht zugänglich, geringes Risiko, hoher Ertrag – und genau das entscheidet über den Angriff.

Für Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Sicherheit ist heute kein Zusatz mehr, sondern ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor. Die Kombination aus selektiver Tätervorgehensweise, steigender Professionalität und punktuell zunehmenden Delikten führt dazu, dass ungeschützte Objekte gezielt ins Visier geraten. Professionelle Sicherheitslösungen wirken dabei vor allem präventiv – durch sichtbare Präsenz, Abschreckung und frühzeitiges Eingreifen. Wer hier nicht investiert, trifft keine neutrale Entscheidung, sondern erhöht messbar das eigene Risiko.

Ihr Marcus Franck

Lübecker Wachunternehmen

Dr. Kurt Kleinfeldt GmbH

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