Einbruchschutz

Nur jedes hundertste neu gebaute Haus in Deutschland ist mit der richtigen Sicherheitstechnik ausgerüstet. Viele Bauherren vernachlässigen den Einbruchschutz, dabei geschieht alle zwei Minuten ein Einbruch. Wie man sich und seine neuen vier Wände gegen unerwünschten Besuch schützen kann, zeigt die Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!".

Einbruchschutz geht jeden an

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Egal ob Ein- oder Mehrfamilienhaus, Häuslebauer, Wohnungseigentümer oder Mieter – ein Einbruch kann jeden treffen. Dennoch findet Einbruchschutz speziell in der Bauplanung zu wenig Berücksichtigung. Weniger als ein Prozent der über 225.000 im vergangenen Jahr fertig gestellten Wohngebäude verfügt über das notwendige Minimum an Einbruchschutz. "Auf die Wegfahrsperre wird beim Autokauf niemand verzichten." Beim Hausbau gibt es aber kein vergleichbares Problembewusstsein, obwohl fast 40 Prozent aller Einbrüche an Sicherungstechnik scheitern. Die meisten Einbrecher sind Gelegenheitstäter. Sie haben in der Regel nur einfaches Werkzeug, z.B. einen Schraubenzieher. Über Aufhebeln der Fenster, der Balkon – oder Terrassentür dringen rund 80 Prozent der Einbrecher in Einfamilienhäuser ein. Diese Schwachstellen gilt es zu schützen.

Einbruchschutz beginnt in der Planungsphase

Architekten, Bauplaner und Bauträger betrachten den Einbruchschutz unter Kostenaspekten oftmals als verzichtbaren Mehraufwand. Das Basis-Sicherheitspaket für ein Einfamilienhaus kostet jedoch je nach Größe des Hauses nur zwischen 1.500 und 2.500 Euro mehr als die Standardausstattung.

Dazu gehören eine einbruchhemmende Haustür inklusive eines VdS-geprüften Schließzylinders mit Sicherungskarte sowie einbruchhemmende Fenster mit Pilzkopfbeschlägen im Erdgeschoss. Die meisten Sicherungen lassen sich mit entsprechendem Mehraufwand auch nachträglich einbauen. Rund 200 bis 300 Euro pro Fenster und ca. 750 Euro für die Haustür muss der Eigenheimbesitzer für die Nachrüstung kalkulieren.

Alarmanlagen bieten zusätzlichen Schutz

Alarmanlagen stellen eine sinnvolle Ergänzung zum mechanischen Einbruchschutz dar, denn sie tragen dazu bei, die Einbrecher abzuwehren. Eine Alarmanlage, die Einbrüche und Feuer meldet und das Signal an unsere VdS-anerkannte Notruf – und Serviceleitstelle weiterleitet, ist für rund 2.500 Euro zu haben. Wer die Anschaffung elektronischer Sicherungstechnik zu einem späteren Zeitpunkt plant, sollte in der Rohbauphase Leerrohre installieren lassen. Das spart Kosten und vermeidet unansehnliche Notlösungen.

Wirkliche Sicherheit gibt es nur beim Fachmann

Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung – effektiver Einbruchschutz bedarf Fachwissen und Erfahrung. Der Einbau von Sicherheitstechnik sollte immer vom Fachmann erfolgen, denn eine fehlerhafte Installation macht die hochwertigsten Vorrichtungen wirkungslos. Die Initiative für aktiven Einbruch "Nicht bei mir!" rät dazu, schon in der Planungsphase ausgewiesene Fachleute einzubeziehen, um ein integriertes Sicherheitskonzept zu erstellen, das auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt ist. Auf der Internetseite www.nicht-bei-mir.de bietet eine Datenbank den Kontakt zu qualifizierten Sicherheitsunternehmen im regionalen Umfeld. Sprechen Sie auch uns gern an. Wir kennen den Markt und haben jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet.

Sicherheitstechnik – eine lohnende Investition

Bauherren sollten wissen, dass Einbruchschutz an Haus und Wohnung nicht nur das eigene Sicherheitsgefühl und somit den Wohnkomfort erhöht, sondern vermehrt als Verkaufs- oder Vermietungsargument eingesetzt wird und eine langfristige Wertsteigerung des Neubaus bedeutet. So kann die eingebaute Sicherheitstechnik beispielsweise höhere Mieteinnahmen oder einen besseren Wiederverkaufswert erzielen.

Die Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!"

In der Initiative für aktiven Einbruchschutz haben sich die Verbände der Sicherheitswirtschaft und die Polizei zusammengeschlossen, um auf die Gefahren von Einbrüchen hinzuweisen. Auf der Internetseite www.nicht-bei-mir.de will die Initiative Bauherren hersteller- und produktneutral über Gefahren informieren sowie zu sinnvollen Lösungen und aktiven Gegenmaßnahmen anregen. Eine Datenbank liefert den Kontakt zu qualifizierten Sicherheitsunternehmen im regionalen Umfeld. Mit Links zu polizeilichen Beratungsstellen, Versicherungen und anderen Institutionen dient die Internetseite als Kontaktplattform in Sachen Einbruchschutz.

Worauf kommt es an?

Unbedingt sollte beim Hausbau an die Sicherheitstechnik gedacht werden, um spätere Notlösungen zu vermeiden. Der mechanische Einbruchschutz verhindert das Eindringen in das Haus, die elektronische Sicherheitstechnik kann dann die Polizei oder einen Wachdienst alarmieren. Damit die Sicherheitstechnik wirkt, sollte sie als integriertes Gesamtkonzept verstanden werden. Besonders auf die Schwachstellen wie Türen und Fenster, Balkon und Terrasse kommt es an. Wir stehen für Beratung, Planung, Ausschreibung und Umsetzung gern und kostenfrei zur Verfügung.